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Höhlen und Schaubergwerke im Harz

Gespeichert von Frank am/um 27. Juli 2011 - 15:47

Höhlen und Schaubergwerke im Harz 

 Herrmannshöhle in Rübeland

Museum der Heimkehle 

Die Bewohner der Harzregion haben Jahrhunderte lang vom Abbau von Gips, Anhydrit, Mangan, Kobalt, Steinkohle, Eisenerz und Kupferschiefer gelebt. Auch Silber wurde im Harz gefunden. Schauhöhlen sind natürliche, unterirdische Hohlräume. Die Wege und Treppen wurden für die Besucher begehbar gemacht. Die meisten sind elektrisch beleuchtet und es gibt regelmäßige Führungen. Eine faszinierende Welt im Innern des Harzes findet der Gast in den Rübeländer Tropfsteinhöhlen. Die Baumannshöhle in Rübeland ist die älteste und bekannteste Schauhöhle der Welt. Der Bergmann Friedrich Baumann entdeckte sie auf der Suche nach Eisenerz. Die farbenfrohen Tropfsteine, die Formenvielfalt und die malerischen Grotten werden jährlich von tausenden Besuchern bestaunt. Schon seit 1646 gab es organisierte Führungen durch die Welt der Stalaktiten und der Stalagmiten. Eine Besonderheit ist ihr Schutzstatus. Sie wurde bereits 1668 durch den Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, Rudolf August aktenkundig unter Schutz gestellt. Die einzigste unterirdische Naturbühne für Theater in Deutschland ist der Goethesaal in der Baumannshöhle. Ganz in der Nähe befindet sich auch die Hermannshöhle. Neben dem reichhaltigen Tropfsteinschmuck ist besonders die Kristallkammer zu erwähnen. Außerdem beherbergt sie im Olmensee 13 Exemplare des Grottenolms. Ein Schauberwerk ganz in der Nähe von Neustadt am Harz ist der "Rabensteiner Stollen" in Ilfeld - Netzkater. Hier wurde 1737 die erste Steinkohle geschürft. Die einstündige Führung führt zu einer Zeitreise in die fast 300-jährige Welt des Steinkohlebergbaus im Harz. Interessante Fossilien, ausgekohlte Flözbereiche und 60 Centimeter hohe Abbaustrecken sind zu entdecken. Auf dem Grundstück kann man sich Grubenfahrzeuge und Gerätschaften ansehen. Für die Eisenbahnfreunde wichtig - direkt am Bergwerk liegt der Bahnhof Netzkater. Täglich fahren in regelmäßigen Abständen die alten Dampfloks der Harzer Schmalspurbahn. Die Barbarossahöhle bei Rottleben ist ca. 13.000 Qudratmeter groß und somit von geologischem Standpunkt einzigartig. Mit Ihren vielen Grotten, Hohlräumen und Seen ist sie ein Naturschauspiel und interessant für viele Touristen aus aller Welt. Um 1865 entdeckten Bergleute auf der Suche nach Kupferschiefer den riesigen Hohlraum unterhalb der Ruinen der Falkenburg. Im Jahr 1866 wurde sie schon als Schauhöhle der Öffentlichkeit gezeigt. Damals hatte sie noch den Namen Falkenburger Höhle. Die Barbarossahöhle verdankt ihren Namen einer sehr bekannten deutschen Sage nämlich der Barbarossasage.

 Barbarossa-Höhle

Weitere Höhlen sind: Einhornhöhle, Scharzfeld - Zechstein - Dolomit und die Iberger Tropfsteinhöhle in Bad GrundSchaubergwerke im Harz:  Lange Wand in Ilfeld, Grube Glasebach in Straßberg, Röhrigschacht in Wettelrode, Erlebnisbergwerk Sonderhausen, 19-Lachter-Stollen in Wildemann, Lautenthals Glück in Lautenthal und Rammelsberg in der Nähe von Goslar.