Sie sind hier

AGB

Gespeichert von Frank am/um 15. Juli 2011 - 18:08

Allgemeine Geschäftsbedingungen

 

Rechte und Pflichten von Gästen und Gastgebern.

Wie immer im Geschäftsleben geht es auch bei der Reservierung von Ferienwohnungen und / oder Ferienhäusern nicht ohne rechtliche Regelung. Unterkunftsvermietung und -reservierung beruhen auf den Bestimmungen des befristeten Mietvertrages (BGB) und sind verbindlich. Zusätzlich sind die in ständiger Rechtssprechung bestätigten Richtwerte des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) zu beachten.
Eine vom Gast vorgenommene und vom Beherbergungsbetrieb akzeptierte Reservierung einer Unterkunft begründet zwischen den beiden Parteien ein Vertragsverhältnis, den

 

Gastaufnahmevertrag.
Wie alle Verträge kann auch der Gastaufnahmevertrag nur mit dem Einverständnis beider Parteien gelöst werden. Im Einzelnen ergeben sich aus ihm folgende Rechte und Pflichten:

Wir empfehlen Ihnen eine Reise-Storno-Versicherung.

1. Vertragsabschluss
Der Gastaufnahmevertrag gilt als geschlossen, wenn die Reservierung einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses vom Gast bestellt und vom Vermieter bestätigt wurde. Für die Bestätigung ist sowohl die schriftliche als auch die kurzfristige mündliche Form bindend.

2. Vermieterpflichten
Der Vermieter verpflichtet sich, dem Gast die Ferienwohnung oder das Ferienhaus in einwandfreier Beschaffenheit nach den gesetzlichen Vorschriften oder marktüblichen Gepflogenheiten zur Verfügung zu stellen. Er ist verpflichtet, dem Gast eine andere Unterkunft zu beschaffen oder Schadensersatz zu leisten, wenn er nicht in der Lage ist, die zugesagte Ferienwohnung oder das Ferienhaus trotz Bestätigung zur Verfügung zu stellen. Der Vermieter verpflichtet sich ebenfalls, reservierte Ferienwohnungen oder Ferienhäuser baldmöglichst anderweitig zu vermieten, wenn der Gast den Vertrag nicht erfüllen kann, und den geleisteten Schadensersatz ganz oder teilweise zurückzuzahlen.

3. Pflichten des Gastes
Wenn der Gast vor Beginn des Aufenthaltes vom Vertrag zurücktritt oder später an- bzw. eher abreist als vereinbart, so ist er verpflichtet, dem Vermieter für die Tage, an denen er die reservierte Ferienwohnung oder das Ferienhaus nicht in Anspruch nimmt, den vereinbarten Mietpreis abzüglich der eingesparten Aufwendungen zu zahlen. Die Zahlung wird am Anreisetag fällig.

4. Regelsätze für eingesparte Aufwendungen
In der ständigen Rechtssprechung werden als eingesparte Aufwendungen in der Regel folgende Werte in Ansatz gebracht:

10% des vereinbarten Preises für Übernachtung
          in Ferienwohnungen, Ferienhäusern, Appartements

5. An- und Abreise
An- und Abreisetag gelten als ein Miettag und werden als solcher berechnet. Am Anreisetag steht dem Gast die bestellte Ferienwohnung oder das Ferienhaus ab 14 Uhr zu Verfügung. Am Abreisetag muss der Gast die bestellte Ferienwohnung oder das Ferienhaus bis 10 Uhr verlassen, um dem Vermieter die Gelegenheit zu geben, es für den nachfolgenden Gast wieder herzurichten.

6. Preise
Die gültigen Übernachtungspreise für die Ferienwohnungen oder die Ferienhäuser sind in den aktuellen Preislisten  einsehbar.  Maßgebend ist in jedem Fall der mit dem Vermieter vereinbarte und bestätigte Preis.

7. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieses Gastaufnahmevertrages ganz oder teilweise nicht rechtswirksam sein oder rechtsunwirksam werden, so wird hiervon der Bestand und die Gültigkeit des Rechtsverhältnisses und der übrigen Bestimmungen des vorliegenden Gastaufnahmevertrages grundsätzlich nicht berührt. Für vorgenannte Fälle verpflichten sich die Vertragsparteien, anstelle jeder einzelnen unwirksamen Regelung solche zu vereinbaren, die sofern rechtlich möglich, den mit der unwirksamen Regelung verfolgten wirtschaftlichen Zweck unter Berücksichtigung der im bestehenden Rechtsverhältnis zum Ausdruck gekommenen Interessen am nächsten kommt. Nur sofern eine Anpassung nicht möglich ist, gelten die gesetzlichen Vorschriften.

Erläuterungen:

Der Beherbergungsvertrag ist ein in unserem Bürgerlichen Gesetzbuch, abgesehen von der Regelung der Haftung bei eingebrachten Sachen, nicht besonders geregelter, sogenannter gemischter Vertrag. Er umfasst Miet-, Dienst-, Werksvertrag- und unter Umständen sogar Kaufrecht. Die Einbeziehung von verschiedene Rechtsgebieten schließt aber nicht aus, dass der Beherbergungsvertrag hinsichtlich der Vertragserfüllungspflichten nicht anders zu behandeln ist als jeder andere Vertrag nach dem bürgerlieben Recht auch. Dies bedeutet, dass der Beherbergungsvertrag nicht von einer Vertragspartei einseitig gelöst werden kann. Die Abbestellung eines einmal in einem Hotel gebuchten Zimmers kann genauso wenig rückgängig gemacht werden - es sei denn im Einvernehmen mit dem Hotelier - wie der Kauf eines Autos oder eines sonstigen Gegenstandes. Ob der Vertrag dabei schriftlich abgeschlossen wird oder nur mündlich, ist nicht entscheidend. In Konsequenz dieses Rechtsgrundes, ist der Zeitpunkt, zu welchem der Gast ein gebuchtes Hotelzimmer abbestellen will, unerheblich, denn wenn es keinen einseitigen Rücktritt vom Vertrag gibt, kann es auf den Zeitpunkt der Annullierung der Zimmerbestellung auch nicht ankommen. Für die Ansprüche des Hoteliers ist allein entscheidend, ob er das "abbestellte" Zimmer anderweitig vermieten konnte. Nur wenn dem Hotelier eine anderweitige Vermietung gelingt, wird der Gast von seinen Vertragsverpflichtungen befreit. Selbstverständlich darf der Hotelier eine anderweitige Vermietung nicht böswillig unterlassen, d.h. er muss sich um die Vermietung bemühen. Auf der anderen Seite sollte der Gast aber keinesfalls versäumen, den Hotelier von der Nichtinanspruchnahme des gebuchten Zimmers zu unterrichten, denn sonst beraubt er sich selbst der Möglichkeit, noch aus seinen Vertragsverpflichtungen befreit zu werden. Insoweit kann die Frage der möglichst frühen Abbestellung eine entscheidende Rolle spielen. Bei dem Anspruch des Hoteliers auf Bezahlung des vereinbarten oder betriebsüblichen Preises für die vertragliche Leistung abzüglich der ersparten Aufwendungen handelt es sich nicht um einen Schadensersatzanspruch, sondern um einen Anspruch, der auf Erfüllung des Vertrages geht. Diese Unterscheidung ist für die zu erhebenden Einwendungen durch den Gast rechtlich von Bedeutung. Für den Erfüllungsanspruch kommt es rechtlich nicht darauf an, aus welchen Gründen der Gast das reservierte Zimmer nicht in Anspruch nehmen konnte

(Quelle: Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V)  (DEHOGA)

Weitere Imformationen auch hier: http://www.dehoga-bundesverband.de/branchenthemen/recht-aktuell/vertrags...